Naturgefahren machen an keinen Grenzen halt. Um diesem Umstand im Grenzraum zwischen Österreich und Slowenien noch effektiver zu begegnen, stand am 11. September 2026 die offizielle Übergabe von drei neuen Hochleistungs-Großraumpumpen im Rahmen des EU-Interreg-Projekts „KaraMon“ (Karawanken Monitoring) im Mittelpunkt eines feierlichen Festakts in Lavamünd.
​Im Zentrum des Projekts KaraMon stehen der Ausbau von Frühwarnsystemen zur besseren Erkennung von Naturgefahren, eine optimierte digitale Krisenkommunikation sowie die Schaffung bilateraler Einsatzkorridore, um nach Extremwetterereignissen grenzüberschreitend noch rascher und koordinierter agieren zu können.
​Ein idealer Standort für den grenzüberschreitenden Schulterschluss
Als Hausherr und Kommandant der FF Lavamünd betonte HBI Rainer Grubelnig in seiner Begrüßung, dass Lavamünd für diesen Zweck ein idealer Standort ist. Hier treffen eine Staats-, eine Landes-, eine Bezirksgrenze sowie gleich vier Feuerwehr-Abschnitte aufeinander – Linien, die im Ernstfall für die Einsatzkräfte jedoch keine Gültigkeit haben, da Hilfe und Zusammenarbeit keine Verwaltungsgrenzen kennen.
​Dass diese vorausschauende Planung notwendig ist, zeigten die Erfahrungen der Vergangenheit: Das schwere Hochwasser in Lavamünd im Jahr 2012 sowie die massiven Unwetter im gesamten Gebiet des Geoparks Karawanken im Jahr 2023 haben vor Augen geführt, wie wichtig leistungsstarke Ausrüstung und ein enger, verlässlicher Zusammenhalt sind. Ein besonderer Dank galt dabei dem Leadpartner, dem EVTZ Geopark Karawanken m.b.H. unter der Leitung von Direktor Gerald Hartmann, der das Projekt mit viel Weitsicht auf den Weg gebracht hat.
​Hochleistungs-Großraumpumpen mit je 7.500 Litern pro Minute
Den praktischen Kern des Festakts bildete die Übergabe von drei neuen Großraumpumpen an die Freiwilligen Feuerwehren Lavamünd, Feistritz ob Bleiburg und PGD Prevalje. Diese modernen High-Tech-Geräte verfügen über eine beeindruckende Förderleistung von jeweils 7.500 Litern pro Minute und sind optimal in bestehende Fahrzeugkonzepte sowie die F-KAT-Bereitschaft eingebunden, um bei massiven Wassermassen und Überschwemmungen sofort und reibungslos greifen zu können.
​Prominente Ehrengäste und starker regionaler Zusammenhalt
Gewürdigt wurde die Übergabe durch die geschlossene Präsenz von Führungskräften aus Politik und Feuerwehrwesen. Neben Landeshauptmann und Feuerwehrreferent Ing. Daniel Fellner, Landesfeuerwehrkommandant Ing. Rudolf Robin, Geopark-Direktor Gerald Hartmann und zahlreiche Kommandanten und Funktionäre aus den Geopark-Gemeinden wohnten auch die Bezirksfeuerwehrkommandanten OBR Wolfgang Weishaupt (Bezirk Wolfsberg) und OBR Patrick Skubel (Bezirk Völkermarkt) der Zeremonie bei. Begleitet wurde der Festakt zudem von BR Magnus Semmler, ABI Gerald Sulzer sowie dem Kommandanten-Stellvertreter der F-KAT-Bereitschaft 5, HBI Michel Jamer.
​Im Anschluss an die friedliche und harmonische Übergabezeremonie klang der Tag bei einem regen fachlichen und kameradschaftlichen Austausch aus, bei dem die partnerschaftliche Zusammenarbeit diesseits und jenseits der Grenze weiter vertieft wurde.

Bericht: HBI Rainer Grubelnig
Bilder: Urosh Grabner